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Lebensrettende Behandlung bei unklaren
Schmerzen im Brustkorb |
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Vinzenzkrankenhaus hat seine
„Chest-Pain-Unit“ (CPU) am 20.10.2010
als 2. Klinik in Hannover nach der MHH
und als 93. Klinik in Deutschland nach
den Kriterien der Deutschen Gesellschaft
für Kardiologie – Herz-und
Kreislaufforschung e.V. (DGK)
zertifizieren lassen. |
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Treten
bei Patienten unklare Schmerzen im
Brustkorb (Thorax) auf, so dient die
neue CPU („Brustschmerz-Einheit“) im
Vinzenzkrankenhaus dazu, die Ursache des
Schmerzes schnellstmöglich zu finden und
die richtigen Maßnahmen einzuleiten. Bei
einem Herzinfarkt etwa zählt jede
Minute. Doch nicht immer sind
Herzerkrankungen die Ursache für akute
Brustschmerzen. Im Organisationsmodell
der CPU, die in die Abteilung
Kardiologie der Medizinischen Klinik
unter Chefarzt Christian Zellerhoff
integriert ist, wird dies durch
standardisierte diagnostische Abläufe
überprüft und ohne zeitliche Verzögerung
therapiert. Im Vinzenzkrankenhaus
Hannover finden Patienten mit Schmerzen
in der Brust nun rund um die Uhr
lebensrettende, aber auch entwarnende
Diagnostik und Betreuung. |
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Für die
Einrichtungen einer CPU hat die DGK
einheitliche Kriterien erstellt, um
einen bundesweit hohen Standard
einzuführen. Die Überprüfung des
Vinzenzkrankenhauses durch das
zweiköpfige Team der DKG stellt sicher,
dass folgende Kriterien erfüllt sind:
ein Herzkatheterlabor - das
Vinzenzkrankenhaus verfügt über zwei -
mit einer ständigen Verfügbarkeit (365
Tage/24 Stunden), mindestens 4
Überwachungsplätze, ein Team von
mindestens 4 erfahrenen Kardiologen,
eine 24-Stunden-Anbindung an ein
Notfalllabor sowie spezielle Verfahren
der Bildgebung, wie die Möglichkeit zur
EKG, CT und MRT. Leitliniengerechte
Behandlungspfade für Patienten mit
länger anhaltenden infarkttypischen
Brustschmerzen sorgen dafür, dass
unnötige stationäre Behandlungen, aber
auch zu frühzeitige Entlassungen
vermieden werden. Die Transferzeiten von
der CPU in das Herzkatheterlabor dürfen
den Zeitraum von 15 Minuten nicht
überschreiten. Das betreuende
Pflegepersonal und die Ärzte haben ein
spezielles Schulungsprogramm
durchlaufen. Das ärztliche Personal
besitzt entsprechende Kenntnisse im
Bereich EKG und der Inneren
Intensivmedizin. Die CPU wird von einem
Kardiologen geleitet und kann aus der
Notfallversorgung nicht abgemeldet
werden. |
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Neben dem
Nutzen für die Betroffenen belegen
Studien aus Deutschland, den USA und
England, dass die Organisation einer CPU
sowohl zu einem signifikanten Rückgang
der Sterblichkeit durch Herzinfarkt, als
auch zu einer Verkürzung der
durchschnittlichen Liegedauer und einer
Kostenreduktion durch rationelle
Diagnostik und Therapie führen. Somit
profitieren Patient und Krankenhaus und
Gesundheitssystem gleichermaßen. |
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