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Behandlungsmöglichkeiten |
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Brachytherapie |
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Die
Brachytherapie (exakt
LDR-Brachytherapie, LDR = low dose
radiation) stellt eine moderne
Behandlungsform des organbegrenzten
Prostatakrebses dar und führt mit
gleicher Sicherheit wie die radikale
Prostatektomie zu einer Heilung der
Erkrankung. Hierbei müssen allerdings
einige Voraussetzungen erfüllt sein: |
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1. |
Der
PSA-Wert sollte unter 10 µg/l liegen |
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2. |
Die
Prostatagröße sollte idealerweise nicht
größer als 50, maximal 60 ml betragen |
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3. |
Der
Gleason-Score, also die Aggressivität
des Prostatakrebses, sollte nicht größer
als 3 + 3 = 6, ggf. 3 + 4 = 7 a sein.
Der Gleason-Score gibt die von dem
Pathologen beschriebene
Aggressivitätsstufe des Prostatakrebses
wieder. |
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4. |
Ebenso
darf der Patient keine größeren
Behinderungen durch seine Prostata beim
Wasserlassen haben. Hierunter zählt
insbesondere die Menge Urin, die nach
dem Urinieren noch in der Blase
verbleibt, der so genannte Restharn.
Dieser sollte unter 50 ml liegen.
Ebenfalls darf der Strahl nicht zu
schwach sein, idealerweise über 15
ml/Sekunde. Des Weiteren gibt es
standardisierte Fragebögen zum
Wasserlassen, den so genannten
IPS-Score, der verschiedene Funktionen
der Blasenentleerung abfragt und
bewertet. Aus diesen Bewertungen wird
dann eine Summe gebildet, die
idealerweise nicht größer als 7, aber
unter 10 liegen sollte. |
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Erfüllt ein Patient alle diese
Bedingungen, so stellt die innere Bestrahlung der Prostata durch kleine
radioaktive Stäbchen, so genannte Seeds, eine wenig belastende,
nebenwirkungsarme Therapie seines Prostatakrebses dar. Diese kann im
Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes oder gar ambulant
durchgeführt werden. Die radioaktiven Teilchen sind mit Jod 125 bestückt
und mit einem Titanmantel umgeben, sodass sie selbst nicht mit dem
Körper in Kontakt kommen. Eingeführt werden diese Seeds über Hohlnadeln,
die durch den Damm in die Prostata vorgeschoben werden. Über diese
Hohlnadeln werden dann die Seeds in die Prostata an die zuvor am
Computer ausgerechneten Koordinaten platziert. |
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So wird
eine Bestrahlung der Prostata erreicht,
die in der Lage ist, den Krebs
abzutöten. Nur wenige Millimeter
außerhalb der Prostata bricht diese
Strahlendosis schnell ab, sodass das
umgebende Gewebe meistmöglichst geschont
wird. Eine Inkontinenz muss, anders als
bei der radikalen Entfernung der
Prostata, kaum gefürchtet werden. Ein
bei 40 % der Patienten auftretender
Potenzverlust in den Jahren nach
Brachytherapie kann mit modernen
Potenzmitteln (Viagra, Cialis, Levitra)
therapiert werden. |
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Die
Nachsorge übernimmt Ihr Urologe. Auch
hier reicht die Bestimmung des
PSA-Wertes neben Untersuchung der
Blasenentleerung etc. aus. Allerdings
ist nach der Brachytherapie nicht mit
einem sofortigen Abfall dieses Eiweißes
in den Bereich der unteren
Nachweisgrenze zu rechnen. Vielmehr
kommt es über 2 Jahre zu einem Auf und
Ab des PSA-Bounce, wahrscheinlich
bedingt durch den Untergang der
Tumorzellen, die durch die Strahlung so
geschädigt werden, dass sie sich nicht
mehr vermehren können und in diesen
Vermehrungsphasen stecken bleiben und
untergehen. |
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Hierbei
wird dann vermehrt PSA freigesetzt, das
zu einer PSA-Erhöhung in den Kontrollen
führen kann. Dies bedeutet nicht ein
Wachstum des Tumors, sondern im
Gegenteil einen Tumoruntergang. Dieser
sollte 2 Jahre nach Durchführung der
Brachytherapie abgeschlossen sein. Der
PSA-Wert liegt dann i. d. R. stabil um
einen Wert um 0,5 µg/l. Erst ein
dreimaliger PSA-Anstieg in Folge, länger
als 2 Jahre nach Durchführung der
Brachytherapie festgestellt, sollte
weitergehende Untersuchungen nach sich
ziehen. Dabei sollte ein Anstieg um 2
Punkte ausgehend vom dem niedrigsten
PSA-Wert, dokumentiert werden. |
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