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  Strahlentherapie  
  Der Prostatakrebs ist strahlensensibel. Das heißt, auch mit einer Strahlentherapie von außen (Teletherapie, externe Bestrahlung, Hochvolttherapie) kann man eine Heilung des Prostatakrebses erreichen. Der Vorteil dieser Therapie liegt darin, dass kein operativer Eingriff nötig ist. Der Nachteil liegt darin, dass man durch gesundes Gewebe hindurch strahlen muss, um die Prostata zu treffen.  
     
  Da auf diesem Wege das gesunde Gewebe ebenfalls geschädigt wird, wird von unterschiedlichen Feldern aus die Prostata bestrahlt (Mehrfeldertechnik). Ebenso muss ein ausreichender Sicherheitssaum um die Prostata gelegt werden, der ebenfalls mit einer ausreichenden Strahlendosis versorgt werden muss. Die Heilungschancen sind direkt abhängig von der Menge der eingestrahlten Energie. So sollten mindestens 72 Gy auf die Prostata appliziert werden. Heute wird auch bis 78 Gy bestrahlt. Erzeugt wird die Protonenstrahlung in einem Linearbeschleuniger.  
     
  Neuere Geräte können unterschiedliche Energiemengen in vorbeschriebene Bereiche exakt einstrahlen (IMRT = intensitäts-modulierte Radiotherapie) oder eine exaktere Applikation und damit höhere Dosis über eine Markierung des Zielorgans mit Goldketten erreichen (IGRT = imageguided radiotherapie). Als Nebenwirkung der Strahlentherapie sind Hautrötungen an der Eintrittsfläche der Strahlung zu erwähnen und vor allem eine Mitbestrahlung von Teilen der Harnblase und des Enddarms, die ja in direkter Nachbarschaft mit der Prostata liegen. Hierbei kann es zu Beschwerden wie bei einer Blasenentzündung kommen, oder aber Durchfallerscheinungen bis hin zu Schleim- oder Blutbeimengungen im Stuhl auftreten. Ihr behandelnder Strahlentherapeut wird Ihnen aber zu all diesen Punkten ausführliche Informationen geben können.  
     
  Auch die Strahlentherapie stellt ein wichtiges Standbein in der Therapie des Prostatakrebses dar und kann ebenso wie die Hormontherapie auch in Kombination mit anderen Therapien des Prostatakrebses, wie radikaler Entfernung der Prostata und Hormontherapie, kombiniert werden.  
     
  Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Strahlentherapie ist die Bestrahlung schmerzhafter Metastasen verschiedener Tumoren, so auch beim Prostatakrebs. Schmerzhafte Knochenmetastasen können mit der Strahlentherapie sehr gut therapiert werden und führen neben dem schmerzreduzierenden Effekt über einen vermehrten Calciumeinbau im Knochen auch zu seiner Stabilisierung.  
     
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