Vinzenzkrankenhaus Hannover
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  Presseinformation - Hannover, den 2. November 2010
Lebensrettende Behandlung bei unklaren Schmerzen im Brustkorb
 
  Das Vinzenzkrankenhaus hat seine „Chest-Pain-Unit“ (CPU) am 20.10.2010 als 2. Klinik in Hannover nach der MHH und als 93. Klinik in Deutschland nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz-und Kreislaufforschung e.V. (DGK) zertifizieren lassen.  
     
  Treten bei Patienten unklare Schmerzen im Brustkorb (Thorax) auf, so dient die neue CPU („Brustschmerz-Einheit“) im Vinzenzkrankenhaus dazu, die Ursache des Schmerzes schnellstmöglich zu finden und die richtigen Maßnahmen einzuleiten. Bei einem Herzinfarkt etwa zählt jede Minute. Doch nicht immer sind Herzerkrankungen die Ursache für akute Brustschmerzen. Im Organisationsmodell der CPU, die in die Abteilung Kardiologie der Medizinischen Klinik unter Chefarzt Christian Zellerhoff integriert ist, wird dies durch standardisierte diagnostische Abläufe überprüft und ohne zeitliche Verzögerung therapiert. Im Vinzenzkrankenhaus Hannover finden Patienten mit Schmerzen in der Brust nun rund um die Uhr lebensrettende, aber auch entwarnende Diagnostik und Betreuung.  
     
  Für die Einrichtungen einer CPU hat die DGK einheitliche Kriterien erstellt, um einen bundesweit hohen Standard einzuführen. Die Überprüfung des Vinzenzkrankenhauses durch das zweiköpfige Team der DKG stellt sicher, dass folgende Kriterien erfüllt sind: ein Herzkatheterlabor - das Vinzenzkrankenhaus verfügt über zwei - mit einer ständigen Verfügbarkeit (365 Tage/24 Stunden), mindestens 4 Überwachungsplätze, ein Team von mindestens 4 erfahrenen Kardiologen, eine 24-Stunden-Anbindung an ein Notfalllabor sowie spezielle Verfahren der Bildgebung, wie die Möglichkeit zur EKG, CT und MRT. Leitliniengerechte Behandlungspfade für Patienten mit länger anhaltenden infarkttypischen Brustschmerzen sorgen dafür, dass unnötige stationäre Behandlungen, aber auch zu frühzeitige Entlassungen vermieden werden. Die Transferzeiten von der CPU in das Herzkatheterlabor dürfen den Zeitraum von 15 Minuten nicht überschreiten. Das betreuende Pflegepersonal und die Ärzte haben ein spezielles Schulungsprogramm durchlaufen. Das ärztliche Personal besitzt entsprechende Kenntnisse im Bereich EKG und der Inneren Intensivmedizin. Die CPU wird von einem Kardiologen geleitet und kann aus der Notfallversorgung nicht abgemeldet werden.  
     
  Neben dem Nutzen für die Betroffenen belegen Studien aus Deutschland, den USA und England, dass die Organisation einer CPU sowohl zu einem signifikanten Rückgang der Sterblichkeit durch Herzinfarkt, als auch zu einer Verkürzung der durchschnittlichen Liegedauer und einer Kostenreduktion durch rationelle Diagnostik und Therapie führen. Somit profitieren Patient und Krankenhaus und Gesundheitssystem gleichermaßen.  
     
  Presseinformation  - Hannover, den 22. Dezember 2009
1000. Geburt im Vinzenzkrankenhaus in 2009
 
  Rechtzeitig vor Weihnachten hat Christoph Santer als 1000. Geburt im Vinzenzkrankenhaus das Licht der Welt erblickt.  
  Am 22.12. ist Christoph Santer um 5.04 Uhr mit 3670 g und 53 cm geboren worden.  
  Über das vorgezogene Weihnachtsgeschenk, die unkomplizierte Entbindung Ihres Sohnes und die gute Versorgung freuen sich die Eltern Melanie und Torsten Santer.  
     
  Bei allgemein sinkenden Geburtenzahlen freut sich das Team um Chefarzt Dr. Pape ganz besonders über die 1000. Entbindung.
Durch die enge Kooperation als Mitglied im Perinatalzentrum Hannover gemeinsam mit dem Kinderkrankenhaus auf der Bult und für Risikoschwangerschaften mit dem Neu-Bethesda sowie der Vorort-Anwesenheit eines Kinderarztes in der Woche werden die Schwangeren und Säuglinge ganzheitlich und medizinisch hochwertig betreut.
 
     
  Presseinformation  - Hannover, den 19. August 2009
Diagnosereise zum Mittelpunkt des Menschen
 
  Das Vinzenzkrankenhaus erweitert sein Leistungsspektrum durch ein Labor für Herzkatheteruntersuchungen  
  Das Stadteilkrankenhaus in Kirchrode hat am 13.07.2009 zwei Plätze für Herzkatheteruntersuchungen nach einem halben Jahr Bauzeit in Betrieb genommen und ist nach der Medizinischen Hochschule (MHH) das zweite Krankenhaus in Hannover, in dem diese Art der Untersuchung am Herzen des Menschen möglich ist. Die Einrichtung unter der Medizinischen Leitung des kardiologischen Spezialisten Dr. Zellerhoff ermöglicht, das zentrale Organ des Menschen auf Herz und Nieren und trotzdem schonend zu prüfen. Damit verbessert sich der Versorgung von Herzinfarkt-Patienten in Hannover und aus der Region. Das Netzwerk zwischen Krankenhaus, Hausarzt und Rettungsdienst wird somit um einige Maschen enger.  
     
  Das Vinzenzkrankenhaus ist seit der Inbetriebnahme des Herzkatheterlabors Teil der sogenannten PTCA-Bereitschaft in Hannover, die gewährleistet, dass ein Notfall etwa mit Thoraxschmerzen oder gar ein akuter Herzinfarkt ohne Zeitverzögerung in die Herzkatheteruntersuchung geleitet werden kann, was letztlich die Sterblichkeit gerade bei akutem Herzinfarkt verringern hilft. PTCA (Perkutane transluminale coronare Angioplastie) meint die Technik der Aufdehnung (Ballondilatation) eines verengten Herzkranzgefäßes von innen ohne offene Operation Zwei Laborplätze sind notwendig, da etwa reguläre elektrophysiologische Untersuchungen etwa bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen einen Laborplatz bis zu 6 Stunden belegen können und somit eine schnelle Versorgung im Notfall im Sinne der 24-Stunden¬Bereitschaft nicht gewährleistet werden kann, wenn kein zweiter Platz freigehalten wird.  
     
  Die Herzkatheteruntersuchung ist eine invasive, in den Körper eindringenden diagnostischen und therapeutischen Methode, bei der lediglich ein kleinen Kanal in Leistengegend oder Armbeuge gelegt wird, durch die der Katheter bis zum Herzen durch Vene oder Arterie geschoben wird; eine bei weitem weniger belastende Methode im Vergleich zu älteren Verfahren. Dort angekommen, misst das Spezialistenteam etwa die zwei Herzkammern und die beiden Vorhöfe aus und beurteilt Blutfluss, Blutdruckwerten, Blutvolumen und Herzmuskelkraft, untersucht den Verkalkungsgrad der Herzklappen sowie Öffnungs- und Schließfähigkeit. Was sich so einfach anhört wie eine Inspektion in der Autowerkstatt stellt für Menschen mit angeborenen oder diagnostizierten Herzprobleme die rettende Methode dar, um eine gezielte Therapie oder den helfenden chirurgischen Eingriff fast risikofrei vorzubereiten. Auch das Einsetzen von Stents, röhrchenförmigen medizinischen Implantaten in Blutgefäße wie den Herzkranzgefäßen, um nach deren Aufdehnung einen erneuten Verschluss zu verhindern, ist über einen Katheter möglich.  
     
 

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