28.12.2012

Das erste Jahr mit da Vinci

„Ein Prostatakarzinom kann man heilen“, so der leitende Oberarzt Saša Pokupić. „Da Vinci hilft dabei entscheidend, operiert aber nicht eigenständig und ist nur so gut wie der Operateur“, erklärt der erfahrene Urologe, der bereits über 400 Operationen mit dem System durchgeführt hat. „Es verbessert jedoch unsere chirurgischen Fähigkeiten und das Operationsergebnis um ein Vielfaches.“

Im Vergleich zur sogenannten offenen, klassischen OP bei der das erkrankte Organ manuell vom Operateur entnommen wird, ist mit da Vinci aufgrund der um ein vielfaches gestiegenen Präzision der Blutverlust gering und somit keine Bluttransfusion mehr erforderlich. Weniger Schmerzen und ein geringeres Wundinfektionsrisiko aufgrund kleiner Schnitte (minimalinvasive bzw. Schlüsselloch-Chirurgie), sind weitere erlebbare Vorteile für den Patienten. „Auch die  Inkontinenzraten nach der da Vinci Operation sind deutlich geringer als nach offener Prostataentfernung“, bestätigt Oberarzt Sebastian Edeling.
Das Arbeiten ist schonender und sicherer geworden. Keine Drainage, kein zentraler Venenzugang sind mehr notwendig, denn durch zunehmend kürzere OP-Zeiten und gute rasche Erholung der Patienten kann hierauf verzichtet werden. Patienten werden nach Möglichkeit schon am Tag der OP, spätestens jedoch am Folgetag voll mobilisiert. Eine Überwachung auf der Intensivstation ist nur noch in Ausnahmefällen bei schwer kranken Patienten nötig.
Durchschnittlich bleiben sie nur noch 8 Tage gegenüber mindestens. 12 Tagen bei der offenen Operation im Krankenhaus.

Die Entscheidung für da Vinci war in Richtung urologisches Kompetenzzentrum konsequent“, so Jens Albrecht, Ärztlicher Direktor im Vinzenzkrankenhaus. „Bereits 2008 wurden wir als erstes Krankenhaus in Niedersachsen von der Deutschen Krebsgesellschaft als zertifiziertes Prostatakarzinomzentrum ausgezeichnet. Wiederum als erste urologische Klinik in Niedersachsen entschieden wir uns 2011 für die Investition in das da Vinci System. Eine richtige Entscheidung, wie das erste Jahr gezeigt hat.“