Urogynäkologie

Unwillkürlicher Urinverlust und Senkung bzw. Vorfall der Genitalorgane sind häufige Probleme, von denen viele Frauen betroffen sind. Häufig liegt die Ursache in einer Schwächung des weiblichen Beckenbodens, mit der man sich nicht abfinden muss.

Je nach Art und zugrundeliegender Ursache der Beschwerden können Medikamente, Beckenbodengymnastik, Pessare (Silikonringe, -schalen oder -würfel, die in die Scheide gelegt werden) oder auch Operationen zur Heilung oder deutlichen Besserung führen.

Für die maßgeschneiderte Therapieplanung sind eine spezielle gynäkologische und ultraschallgestützte Untersuchung und oft auch eine Blasendruckmessung erforderlich. Diese Untersuchungen können in unserer urogynäkologischen Sprechstunde dienstags und mittwochs durchgeführt werden. Wir benötigen hierfür eine Krankenhauseinweisung Ihres Arztes. Die Ergebnisse und Behandlungsmöglichkeiten werden sofort ausführlich mit Ihnen besprochen.

Dienstags nachmittags bieten wir eine spezialisierte physiotherapeutische Beratungssprechstunde an, da Beckenbodentraining und  „beckenbodengerechtes“ Alltagsverhalten eine große Rolle bei der erfolgreichen Behandlung spielen. Kurse für Beckenbodentraining werden bei uns im Haus angeboten. Hier erhalten Sie weitere Informationen.

Angebote im Überblick:

  • Urogynäkologische Sprechstunde mit Pelvic Floor Sonographie und Urodynamik (Dauer bei Erstvorstellung ca. 60 Minuten inkl. Besprechung)
  • Anpassung von Pessaren
  • Physiotherapeutische Beratung
  • Kurse für Beckenbodentraining
  • Operative Behandlung:
    • der Inkontinenz: Harnröhrenbändchen (TVT/ TVT-O, Remeex), Blasenhebung per Bauchschnitt (abdominale Kolposuspension)
    • der Senkung: Scheidenraffung (vordere/hintere Plastik) mit/ohne Gebärmutterentfernung, Fixierung des Scheidenendes (sacrospinale Fixation), vaginale Netzeinlagen, Anhebung von Scheide oder Gebärmutterhals per Bauchspiegelung (laparoskopische Sakrokolpopexie/ Zervikosakropexie)