01.04.2020

Das Jahr der Pflegenden und Hebammen 2020 (April): Zwei Leben, eine Mission: Vinzenz von Paul und Luise von Marillac

Der Ostermonat April dreht sich daher rund um den heiligen Vinzenz von Paul und die heilige Luise von Marillac – Gründer unserer katholischen Ordensgemeinschaft.


 

Im Vinzenzkrankenhaus Hannover möchten wir das Jahr der Pflegenden und Hebammen 2020 feiern und im Zuge dessen über aktuelle Themen aus unserem Hause und den Bereichen Pflege und Gesundheit informieren. Weitere Informationen finden Sie daher auch in den kommenden Ausgaben unseres Magazins DAS VINZENZ.

Der Ostermonat April dreht sich daher rund um den heiligen Vinzenz von Paul und die heilige Luise von Marillac – Gründer unserer katholischen Ordensgemeinschaft. Weitere Informationen zum Jahr der Pflegenden und Hebammen finden Sie auch in den kommenden Ausgaben unseres Magazins DAS VINZENZ und auf unserer Website.

Kaum ein Zitat steht mehr für das Leitbild unseres Krankenhauses als die berühmten Worte des heiligen Vinzenz von Paul „Liebe im Herzen zu haben und auf der Zunge – das genügt nicht. Sie muss in Taten übergehen“. „Gehe nie ohne ein gutes Wort zu den Kranken“ ergänzt Luise von Marillac und verdeutlicht damit die zentralen christlichen Grundsätze im Vinzenzkrankenhaus, das im Jahr 1883 vom Orden der Vinzentinerinnen gegründet wurde. Dieser wiederum besteht in seiner frühesten Form seit dem 17. Jahrhundert und geht auf Vinzenz von Paul und Luise von Marillac zurück.

Vinzenz von Paul, auch als Heiliger der Nächstenliebe bekannt, wird 1581 in Frankreich als Sohn einer Bauernfamilie geboren und entscheidet sich schon früh für die Priesterlaufbahn – zunächst aus Gründen der finanziellen Sicherheit. Bereits im Alter von 19 Jahren wird er zum Priester geweiht. Durch persönliche leidvolle Erfahrungen und das Vorbild engagierter Priester erlebt Vinzenz von Paul jedoch eine tiefe innere Umkehr und widmet sich fortan den Schwächsten der Gesellschaft. Armen Menschen beizustehen macht er fortan zu seiner Berufung, er setzt sich für die von Kriegen und Seuchen mitgenommene Bevölkerung ein, errichtet Suppenküchen und pflegt Kranke, Arme, Bettler und Waisen. Dabei erkennt er schnell, dass spontane Hilfe in den vielfältigen Notsituationen seiner Zeit nicht ausreicht. Er beginnt daher Hilfsmaßnahmen langfristig zu organisieren und zu etablieren. Aufgrund seines selbstlosen Engagements wird Vinzenz von Paul im Jahre 1737 durch Papst Clemens XII heiliggesprochen.

Etwa zeitgleich, im Jahre 1591, wird in Paris Luise von Marillac in eine adlige Familie hineingeboren. Durch ihre nicht-eheliche Geburt und das Aufwachsen ohne ihre Mutter steht sie jedoch am Rande der adligen Gesellschaft und entwickelt so bereits früh ein Auge für die leidende Bevölkerung des Landes. Auf Wunsch ihrer Familie heiratet Luise von Marillac 1613 und bekommt einen Sohn. Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes beginnt sie die Suche nach ihrem persönlichen Weg und ihrer Berufung und lernt so Vinzenz von Paul kennen. Tief inspiriert widmet nun auch Luise von Marillac ihr Leben den Armen und Kranken. 1633 gründen die beiden die wohltätige Gemeinschaft „Filles de la Charité“ - die Barmherzigen Schwestern und späteren Vinzentinerinnen. Auch Luise von Marillac wird 1934 heiliggesprochen und 1960 von Papst Johannes Paul XXIII zur Patronin aller caritativ Tätigen erklärt.

Trotz ihrer gesellschaftlichen Herkunft, die unterschiedlicher nicht sein könnte, eint Vinzenz von Paul und Luise von Marillac somit eines: ihre christliche Nächstenliebe und der Wunsch, für die Armen und Kranken ihrer Zeit da zu sein. Auch heute, vier Jahrhunderte später, lebt die Arbeit von Vinzenz von Paul und Luise von Marillac weiter. Die Vinzentinerinnen sind heute der weltweit größte Frauenorden, der sich der Hilfe, Pflege und Fürsorge von Bedürftigen verschreibt.

Zwei Leben, eine Mission: Vinzenz von Paul und Luise von Marillac.pdf