Die Gastroenterologie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Dazu gehören Beschwerden und Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarms sowie weitere Erkrankungen des Verdauungssystems. Für die genaue Abklärung kommen moderne Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zum Einsatz.
Vorbereitung auf Untersuchungen und Behandlung
Vor bestimmten Untersuchungen ist eine gründliche Vorbereitung notwendig. Das gilt insbesondere für eine Darmspiegelung, auch Koloskopie genannt. Damit der Darm während der Untersuchung gut beurteilt werden kann, muss er vorher vollständig entleert werden. Dafür erhalten Sie genaue Anweisungen und in der Regel eine spezielle Lösung zur Darmentleerung.
Auch bei vielen anderen endoskopischen Untersuchungen, beispielsweise einer Magenspiegelung, müssen Sie mehrere Stunden vorher nüchtern bleiben. Das bedeutet, dass Sie vor der Untersuchung nichts essen und je nach Untersuchung auch nichts trinken dürfen. Die genauen Zeiten und Vorgaben werden Ihnen rechtzeitig vor dem Termin mitgeteilt.
Bitte bringen Sie vorhandene Befunde, Arztbriefe, Ihren aktuellen Medikamentenplan und Ihre Krankenversicherungskarte mit. Diese Informationen helfen dem Behandlungsteam dabei, Ihre Untersuchung und weitere Behandlung optimal zu planen. Die Terminplanung erfolgt in enger Abstimmung mit Ihnen sowie Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt oder Ihrer Facharztpraxis.
Untersuchungen und Behandlung während des Aufenthalts
Je nach Beschwerden und Erkrankung kommen unterschiedliche Untersuchungen zum Einsatz. Dazu gehören beispielsweise Ultraschalluntersuchungen (Sonographie), eine Magenspiegelung (Gastroskopie) oder eine Darmspiegelung (Koloskopie). Darüber hinaus stehen spezialisierte endoskopische Untersuchungen zur Verfügung. Bei bestimmten Erkrankungen kann auch eine Doppelballonenteroskopie durchgeführt werden, mit der der Dünndarm genauer untersucht werden kann.
Viele Untersuchungen werden unter einer Sedierung, also einem sogenannten Dämmerschlaf, durchgeführt. Dadurch bekommen Sie von der Untersuchung häufig nur wenig mit und empfinden sie in der Regel als weniger belastend.
Je nach Erkrankung und Behandlung kann der Aufenthalt ambulant oder stationär erfolgen. Während einige Untersuchungen und Eingriffe am selben Tag durchgeführt werden können, benötigen andere Behandlungen einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt.
Bei komplexen Erkrankungen wird die weitere Behandlung gemeinsam mit anderen Fachbereichen abgestimmt. Dies gilt insbesondere bei Tumorerkrankungen. In interdisziplinären Konferenzen besprechen die beteiligten Spezialistinnen und Spezialisten gemeinsam die Befunde und legen die individuell passende Behandlung fest.
Nach der Behandlung und Entlassung
Nach der Untersuchung oder Behandlung erhalten Sie individuelle Empfehlungen für die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt. Je nach Erkrankung kann es beispielsweise Hinweise zur Ernährung, zur Einnahme von Medikamenten oder zur körperlichen Belastung geben. Diese Empfehlungen sollen den Heilungsverlauf unterstützen und dazu beitragen, Beschwerden zu vermeiden.
Bei chronischen Erkrankungen oder Tumorerkrankungen erfolgt eine strukturierte Nachsorge. Dabei arbeitet die Gastroenterologie eng mit niedergelassenen Haus- und Fachärztinnen und -ärzten zusammen.
Nach einem stationären Aufenthalt erhalten Sie einen Arztbrief mit den wichtigsten Untersuchungsergebnissen, Diagnosen und Behandlungsempfehlungen. Dieser kann auch an Ihre Hausarzt- oder Facharztpraxis weitergeleitet werden, damit die weitere Behandlung nahtlos fortgesetzt werden kann.
Termine, Überweisung und Notfallversorgung
Für eine stationäre Aufnahme ist in der Regel eine ärztliche Einweisung erforderlich. Für ambulante Termine reicht meist eine Überweisung aus. Termine für stationäre Aufenthalte oder die Privatambulanz können telefonisch über das Sekretariat der Gastroenterologie vereinbart werden.
Bei akuten Beschwerden ist auch eine Notfallversorgung möglich. Starke Bauchschmerzen, Blutungen oder akute Entzündungen können über die zentrale Notaufnahme abgeklärt und behandelt werden.
Sicherheit und Qualität in der Gastroenterologie
Die Gastroenterologie arbeitet nach aktuellen medizinischen Leitlinien und ist Teil zertifizierter Zentren, darunter das Darmzentrum und das viszeralonkologische Zentrum. Dadurch besteht eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche, insbesondere bei komplexen Erkrankungen und Krebserkrankungen.
Die Sicherheit der Patientinnen und Patienten wird durch strukturierte Abläufe, moderne Untersuchungsräume und spezielle Hygienekonzepte unterstützt. Die Endoskopie ist in modernen Räumlichkeiten mit optimierten Hygienebedingungen und zeitgemäßer technischer Ausstattung eingerichtet.
Zum Einsatz kommen moderne endoskopische Verfahren und Ultraschalluntersuchungen, die sowohl eine genaue Diagnostik als auch verschiedene Behandlungen ermöglichen. Regelmäßige Fortbildungen, der fachübergreifende Austausch und die Ausbildung medizinischer Nachwuchskräfte tragen dazu bei, die Qualität der Behandlung kontinuierlich weiterzuentwickeln.