Was macht die Radiologie?
Die Radiologie ist eine zentrale diagnostische Abteilung unseres Hauses. Sie unterstützt alle Fachbereiche des Krankenhauses sowie ambulante Kooperationspartner bei der Diagnose und Kontrolle von Erkrankungen. Mithilfe moderner bildgebender Verfahren können Veränderungen im Körper sichtbar gemacht und Erkrankungen gezielt erkannt werden.
Zum Leistungsspektrum gehören Röntgen, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Durchleuchtung sowie Mammographie mit Tomosynthese. Auch die Vakuumbiopsie der Brust wird angeboten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf möglichst strahlungsarmen Untersuchungen. Moderne Technik und optimierte Untersuchungsverfahren ermöglichen eine präzise Diagnostik bei möglichst geringer Belastung für Patientinnen und Patienten.
Die Radiologie arbeitet eng mit den verschiedenen Fachabteilungen des Hauses zusammen. Dazu gehören insbesondere die zertifizierten Zentren, beispielsweise das Brustzentrum, Darmzentrum, Uroonkologie-Zentrum und Endoprothetikzentrum sowie die Chest Pain Unit.
Während Ihrer Untersuchung werden Sie von einem erfahrenen Team aus Fachärztinnen und Fachärzten für Radiologie sowie medizinischen Technologinnen und Technologen (MTR) betreut.
Welche Untersuchungen bietet die Radiologie an?
Je nach Beschwerden und Fragestellung kommen unterschiedliche Untersuchungen zum Einsatz. Beim Röntgen können beispielsweise Knochen und bestimmte Organe dargestellt werden. Eine Computertomographie (CT) ermöglicht detaillierte Schnittbilder des Körpers und kann insbesondere bei bestimmten Erkrankungen oder Verletzungen wichtige Informationen liefern.
Die Magnetresonanztomographie (MRT) arbeitet mit Magnetfeldern und eignet sich besonders zur Darstellung von Weichteilen, Gelenken und verschiedenen Organen. Auch spezielle Untersuchungen wie die Mammographie zur Brustkrebsvorsorge und Brustdiagnostik gehören zum Angebot. Bei einer Mammographie mit Tomosynthese kann die Brust besonders detailliert dargestellt werden.
Bei bestimmten Veränderungen der Brust kann außerdem eine Vakuumbiopsie durchgeführt werden. Dabei wird unter örtlicher Betäubung gezielt Gewebe entnommen, das anschließend untersucht werden kann.
Vorbereitung auf eine radiologische Untersuchung
Ob Sie sich auf eine radiologische Untersuchung besonders vorbereiten müssen, hängt vom jeweiligen Verfahren ab. Für einige Untersuchungen, beispielsweise ein CT oder MRT mit Kontrastmittel, gelten besondere Hinweise. Darüber werden Sie im Vorfeld informiert.
Zum Termin sollten Sie unbedingt relevante Vorbefunde und Bilder beziehungsweise Bilddaten früherer Untersuchungen mitbringen. Dazu können beispielsweise Mammographie-, Röntgen-, CT- oder MRT-Aufnahmen gehören. Außerdem benötigen wir Ihre Versichertenkarte und einen aktuellen Medikamentenplan.
Was muss ich bei einer Untersuchung mit Kontrastmittel beachten?
Bei bestimmten CT- oder MRT-Untersuchungen wird ein Kontrastmittel eingesetzt, damit bestimmte Strukturen im Körper besser sichtbar werden. Informieren Sie das Radiologie-Team unbedingt über bestehende Allergien, Nierenfunktionsstörungen oder Schilddrüsenerkrankungen.
Bei einer CT-Untersuchung mit Kontrastmittel darf 48 Stunden vor der Untersuchung kein Metformin eingenommen werden. Die genauen Hinweise erhalten Sie vor der Untersuchung.
Für eine Vakuumbiopsie der Brust benötigen wir außerdem Ihre Gerinnungswerte. Vor einer Mammographie sollten Sie kein Deodorant verwenden, da dies die Bildqualität beeinträchtigen und zu Veränderungen auf den Aufnahmen führen kann.
Für viele Untersuchungen stellt die Radiologie bereits im Vorfeld Aufklärungsunterlagen, beispielsweise für CT- oder MRT-Untersuchungen, zur Verfügung.
Wie läuft eine Untersuchung ab?
Nach der Anmeldung werden Sie durch das Fachpersonal vorbereitet. Je nach Untersuchung erfolgt die Untersuchung im Liegen oder im Stehen. Die meisten radiologischen Untersuchungen dauern nur wenige Minuten bis etwa eine halbe Stunde.
Röntgen, CT und MRT sind in der Regel schmerzfrei. Bei einer Vakuumbiopsie wird vorher eine örtliche Betäubung verabreicht, sodass die Gewebeentnahme möglichst angenehm durchgeführt werden kann.
Bei Untersuchungen mit Kontrastmittel kann es kurzzeitig zu einem Wärmegefühl kommen. Dieses ist in der Regel schnell wieder vorbei.
Was tun bei Platzangst im MRT?

Manche Patientinnen und Patienten haben Angst vor engen Räumen und machen sich deshalb Sorgen vor einer MRT-Untersuchung. Wenn Sie unter Platzangst leiden, sprechen Sie das Team bitte bereits vor der Untersuchung darauf an.
Gemeinsam kann nach einer passenden Lösung gesucht werden. Möglich sind beispielsweise optische oder akustische Ablenkung, ein Probe-Liegen oder – wenn erforderlich – eine medikamentöse Unterstützung.
Sie müssen mit Ihrer Angst nicht alleine bleiben. Das Radiologie-Team erklärt Ihnen den Ablauf und begleitet Sie durch die Untersuchung.
Wie wird meine Sicherheit während der Untersuchung gewährleistet?
Die Radiologie arbeitet mit modernen Geräten, die eine automatische Anpassung der Strahlendosis ermöglichen. Dadurch kann die Strahlenbelastung bei Untersuchungen wie Röntgen und CT möglichst gering gehalten werden.
Auch optimierte Untersuchungsprotokolle tragen dazu bei, die notwendige Strahlendosis zu reduzieren. Ziel ist immer eine möglichst genaue Diagnose bei gleichzeitig möglichst geringer Belastung.
Die Qualität der Untersuchungen wird durch regelmäßige Qualitätskontrollen und kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen des Personals sichergestellt.
Wer wertet meine Bilder aus?
Die Aufnahmen werden von erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzten für Radiologie ausgewertet. Die Radiologinnen und Radiologen beurteilen die Bilder und erstellen den entsprechenden Befund.
Die Ergebnisse werden anschließend an die behandelnde Fachabteilung oder an die überweisende Ärztin beziehungsweise den überweisenden Arzt weitergeleitet. Die Besprechung der Ergebnisse erfolgt in der Regel durch Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt.
Wann erhalte ich meinen Befund?
Die Untersuchungsergebnisse und Befunde werden in der Regel zeitnah erstellt und direkt an die behandelnde Fachabteilung oder Ihren überweisenden Arzt übermittelt.
Bei Bedarf können Sie Ihre Röntgen-, CT- oder MRT-Bilder und Befunde erhalten. Je nach Empfänger können die Bilddaten auch digital übermittelt werden.
Nach Untersuchungen mit Kontrastmittel wird empfohlen, ausreichend zu trinken. Dadurch wird die Ausscheidung des Kontrastmittels unterstützt.
Termine und ambulante Untersuchungen
Ob Sie für eine Untersuchung eine Überweisung benötigen, wird Ihnen abhängig von der jeweiligen Untersuchung bei der Terminvereinbarung mitgeteilt.
Termine werden in der Regel über die Anmeldung der Radiologie unter 0511/950 2156 vergeben. In Ausnahmefällen ist auch eine Terminvereinbarung über das Chefarztsekretariat unter -2151 möglich.
Die Radiologie verfügt über eine Anmeldung und ein Chefarztsekretariat. Beide unterstützen Sie bei Fragen rund um Ihre Untersuchung und sind telefonisch sowie per E-Mail erreichbar. Innerhalb des Hauses ist die Radiologie entsprechend ausgeschildert.
Auch ambulante Patientinnen und Patienten können je nach Versicherungsstatus in der Radiologie untersucht werden.
Sicherheit, Qualität und Datenschutz
Die Qualität der radiologischen Untersuchungen wird durch regelmäßige Kontrollen, moderne Geräte und die kontinuierliche Fortbildung des Personals sichergestellt. Durch automatische Dosisanpassung und optimierte Untersuchungsprotokolle wird die Strahlenbelastung bei Untersuchungen mit Röntgenstrahlung möglichst gering gehalten.
Die Radiologie ist eng in die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Krankenhauses eingebunden. Sie unterstützt insbesondere die zertifizierten Zentren des Hauses mit präziser Bildgebung und Diagnostik und nimmt an fachübergreifenden Konferenzen teil. So können Untersuchungsergebnisse gemeinsam mit den behandelnden Fachbereichen besprochen und für die weitere Behandlung genutzt werden.
Auch der Schutz Ihrer medizinischen Daten und Befunde hat einen hohen Stellenwert. Moderne IT-Systeme und digitale Bildarchivierung ermöglichen eine sichere Speicherung der Untersuchungsbilder und Befunde sowie deren Bereitstellung für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte.
Neben moderner Technik und hoher diagnostischer Qualität steht die persönliche Betreuung im Mittelpunkt. Alle Mitarbeitenden legen großen Wert auf einen sensiblen, respektvollen und persönlichen Umgang mit den individuellen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten.