Mehr Kapazitäten für elektrophysiologische Eingriffe und durchgängige digitale Prozesse in der Kardiologie
Hannover, 12. Februar 2026: Das Vinzenzkrankenhaus Hannover erweitert seine kardiologischen Kapazitäten: In dieser Woche geht ein drittes Herzkatheterlabor (HKL) in Betrieb. Mit der baulichen Erweiterung schafft das Krankenhaus die Voraussetzung, insbesondere elektrophysiologische Untersuchungen und Therapien (EPU) gezielt auszubauen und damit insgesamt mehr kardiologische Fälle zu behandeln.
„Mit dem dritten Herzkatheterlabor reagieren wir auf den steigenden Bedarf an spezialisierten elektrophysiologischen Eingriffen und stärken unsere Leistungsfähigkeit in der Kardiologie nachhaltig“, erklärt Chefarzt Dr. Christian Zellerhoff. Die neue Struktur ermöglicht eine effizientere Nutzung der vorhandenen Kapazitäten und entlastet zugleich die beiden bestehenden Herzkatheterlabore.
Parallel zur Inbetriebnahme des neuen HKL wurde eine umfassende Softwareanpassung umgesetzt. Die neue Lösung bildet den gesamten Behandlungsprozess digital ab – von der Anmeldung über die Diagnostik bis hin zur Entlassung. Für die Kardiologinnen und Kardiologen bedeutet das: Alle relevanten Anwendungen wie Echokardiografie, Herzkatheter, Schrittmacherdiagnostik und EKG sind in einem System gebündelt.
„Die neue Software sorgt für deutlich mehr Übersicht und weniger Suchaufwand im klinischen Alltag“, so Dr. Thorben König, Leitender Oberarzt der kardiologischen Klinik. Untersuchungen werden standardmäßig im PACS archiviert, eine externe Datenspeicherung auf CD ist nicht mehr erforderlich. Das spart Zeit, reduziert Schnittstellen und erhöht die Datensicherheit.
Die jetzt umgesetzten Maßnahmen sind zugleich ein wichtiger vorbereitender Schritt für die weitere Modernisierung des Herzkatheterlabors. In den nächsten Wochen werden die beiden bestehenden Labore ebenfalls auf den aktuellen technischen Standard gebracht. In zwei Jahren entsteht dann im sanierten Funktionstrakt ein neues Herzkatheterlabor mit den drei neuen Laboren.