Erkrankungen der Atemwege und der Lunge können verunsichern, viele Fragen aufwerfen und sind oft mit Sorgen verbunden. Wir möchten Sie dabei unterstützen, die Abläufe und Hintergründe besser zu verstehen und Ihnen helfen, sich gut auf Ihre Untersuchung oder Behandlung vorzubereiten, damit Sie mit mehr Sicherheit und einem guten Gefühl in den weiteren Verlauf gehen können. Die häufigsten Fragen rund um das Thema Pneumologie beantworten wir Ihnen hier:
Allgemeines
Die Pneumologie befasst sich mit Erkrankungen der Lunge und Atemwege. Im unserem Haus umfasst sie die Diagnostik und Behandlung des gesamten Spektrums pulmonaler Erkrankungen mit modernen Verfahren und in enger Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen.
In unserer pneumologischen Abteilung behandeln wir das gesamte Spektrum von Erkrankungen der Lunge und Atemwege. Dazu gehören unter anderem: Lungenentzündung (Pneumonie), Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Asthma bronchiale, Lungentumore. Erkrankungen des Lungenfells (Pleura). Dabei erfolgt die Behandlung sowohl diagnostisch als auch therapeutisch nach aktuellen medizinischen Standards.
Ein Schwerpunkt liegt auf moderner Diagnostik und Therapie von Lungenerkrankungen, insbesondere: Bronchoskopie (Lungenspiegelung), Endosonografie (Ultraschall von innen), Lungenfunktionsdiagnostik, Schlafbezogene Atemdiagnostik (Polygraphie). Die Abteilung arbeitet eng mit anderen Fachbereichen wie Onkologie, Radiologie und Thoraxchirurgie zusammen, um eine umfassende Behandlung zu gewährleisten.
Die Abteilung verfügt über eine eigene Station mit rund 38 Betten. Jährlich werden etwa 1.600 Patientinnen und Patienten behandelt und rund 600 invasive Untersuchungen durchgeführt.
Sie werden von einem erfahrenen Team aus Fachärztinnen und Fachärzten für Innere Medizin und Pneumologie betreut. Die Behandlung erfolgt interdisziplinär in enger Abstimmung mit weiteren Spezialistinnen und Spezialisten des Hauses.
Vorbereitung auf die Behandlung / Operation
In der Regel erfolgt die stationäre Aufnahme mit einer ärztlichen Einweisung (z.B. durch Haus- oder Facharzt). Bei Notfällen ist eine direkte Aufnahme über die zentrale Notaufnahme möglich.
Bitte bringen Sie möglichst folgende Unterlagen mit: Einweisungsschein, Krankenversicherungskarte, Vorbefunde (Röntgenbilder, Arztbriefe, CT/MRT), Medikamentenplan. Diese helfen uns, Ihre Behandlung optimal vorzubereiten.
Ja, für eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) ist es in der Regel notwendig, mehrere Stunden vor der Untersuchung nichts zu essen oder zu trinken. Sie erhalten hierzu vorab genaue Informationen.
Neben persönlichen Dingen (Kleidung, Hygieneartikel) empfehlen wir: bequeme Kleidung, feste Hausschuhe, ggf. Hilfsmittel (z.B. Inhalatoren). Bei Fragen unterstützt Sie unser Team bereits vor der Aufnahme.
Während der Behandlung / des Aufenthalts
Nach Ihrer Aufnahme erfolgt zunächst die Diagnostik. Anschließend wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Dieser kann beinhalten: medikamentöse Therapie, Atemtherapie und Physiotherapie, interventionelle Maßnahmen wie Bronchoskopien.
Ja, viele invasive Untersuchungen wie Bronchoskopien oder endoskopische Verfahren werden in der Regel in Kurznarkose durchgeführt, um die Untersuchung für Sie möglichst angenehm zu gestalten.
Für Patient*innen mit schwerer Ateminsuffizienz steht eine interdisziplinäre Intensivstation zur Verfügung. Dort können moderne Beatmungsverfahren eingesetzt werden, einschließlich nicht-invasiver Beatmung.
Neben der ärztlichen Behandlung kommen unterstützend zum Einsatz: Atemtherapie, Physiotherapie, pflegerische Betreuung, Beratung durch den Sozialdienst.
Nach der Behandlung / Operation
Das Team plant gemeinsam mit Ihnen frühzeitig die Entlassung. Je nach Bedarf wird organisiert: Anschlussbehandlung oder Rehabilitation, häusliche Sauerstofftherapie, nicht-invasive Beatmung zu Hause. Der Sozialdienst unterstützt Sie bei allen organisatorischen Fragen.
Ja. Unser Haus bietet ein strukturiertes Entlassmanagement. Dabei wird sichergestellt, dass: notwendige Hilfsmittel bereitstehen, ambulante Versorgung organisiert ist, Ansprechpartner für die Nachsorge vorhanden sind.
Auf Wunsch werden Angehörige in Gespräch und Planungen einbezogen, insbesondere bei chronischen Erkrankungen oder langfristigen Therapien.
Organisation & Termine
Termine können telefonisch über das Sekretariat vereinbart werden.
In der Regel ist für eine stationäre Aufnahme eine ärztliche Einweisung erforderlich. Für bestimmte ambulante Untersuchungen kann auch eine Überweisung ausreichend sein.
Im Notfall wenden Sie sich bitte direkt an die Zentrale Notaufnahme unseres Hauses, die rund um die Uhr geöffnet ist.
Ja, viele diagnostische Leistungen können ambulant durchgeführt werden. Ob dies in Ihrem Fall möglich ist, wird individuell entschieden.
Sicherheit & Qualität
Die Pneumologie ist Teil eines leistungsstarken Hauses der Schwerpunktversorgung mit modernen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. Regelmäßige Fortbildungen, standardisierte Abläufe und interdisziplinäre Zusammenarbeit tragen zur hohen Behandlungsqualität bei.
Die enge Zusammenarbeit zwischen den Fachabteilungen ermöglicht: schnelle Diagnosen, abgestimmte Therapien, ganzheitliche Versorgung. Dies ist besonders wichtig bei komplexen Erkrankungen.
Die Sicherheit der Patientinnen und Patienten hat höchste Priorität. Dazu gehören: standardisierte Abläufe, Hygienekonzepte, kontinuierliche Überwachung, insbesondere bei schweren Erkrankungen.
Sekretariat Kardiologie, Pneumologie, Geriatrie
U. Naehring
S. Hartmann
Telefon 0511 950-2104
E-Mail pneumologie.hannover[at]vinzenz-verbund.de
Für Zuweiser: pneumologie@vinzenzkrankenhaus.kim.telematik
