Behandlungen, die eine Anästhesie erforderlich machen, können verunsichern, viele Fragen aufwerfen und sind oft mit Sorgen verbunden. Wir möchten Sie dabei unterstützen, die Abläufe und Hintergründe besser zu verstehen und Ihnen helfen, sich gut auf Ihre Narkose und den Eingriff vorzubereiten, damit Sie mit mehr Sicherheit und einem guten Gefühl in den weiteren Verlauf gehen können. Die häufigsten Fragen rund um das Thema Anästhesie beantworten wir Ihnen hier:
Allgemeines
Die Anästhesie sorgt dafür, dass Sie während einer Operation keine Schmerzen verspüren und sicher betreut werden. Außerdem überwachen wir Ihre wichtigen Körperfunktionen wie Herz, Kreislauf und Atmung.
Es gibt verschiedene Verfahren, die je nach Eingriff eingesetzt werden: Vollnarkose (Allgemeinanästhesie), Teilnarkose (Regionalanästhesie), Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) Wir wählen mit Ihnen zusammen das passende Verfahren aus.
Bei einer Vollnarkose schlafen Sie tief und bekommen von der Operation nichts mit. Ihr Zustand wird kontinuierlich überwacht.
Vorbereitung auf die Anästhesie
Vor der Operation führen wir ein ausführliches Gespräch mit Ihnen. Dabei erklären wir das Anästhesieverfahren, klären Risiken und beantworten Ihre Fragen.
Ja. In der Regel dürfen Sie sechs Stunden vor der Operation nichts mehr essen und zwei Stunden vor der Operation nichts mehr trinken. Genaue Zeiten teilen wir Ihnen in Absprache mit unseren chirurgischen Kolleg*innen individuell mit.
Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente, frühere Narkosen und mögliche Komplikationen. Was genau Sie angeben müssen erfahren Sie frühzeitig.
Während der Operation
Ein Anästhesieteam aus Ärzt*innen und speziell ausgebildeten Pfleger*innen ist die gesamte Zeit bei Ihnen und überwacht kontinuierlich alle wichtigen Funktionen.
Wir setzen moderne Überwachungsgeräte ein und passen die Anästhesie individuell an. So können wir jederzeit individuell und schnell reagieren.
Das ist extrem selten. Die Anästhesie wird kontinuierlich überwacht und genau gesteuert, um dies zu verhindern.
Nach der Operation
Nach der Operation kommen Sie in der Regel in den Aufwachraum. Bei großen Operationen und/oder bei sehr schweren Vorerkrankungen findet die postoperative Überwachung auf der Intensivstation statt. In beiden Bereichen werden unter anderem Ihre Vitalfunktionen überwacht, Schmerzen behandelt und Ihr Zustand stabilisiert, bevor Sie auf die Normalstation zurückverlegt werden.
Schmerzen lassen sich heute in der Regel gut behandeln. Sie erhalten individuell abgestimmte Schmerzkonzepte. Bitte informieren Sie das Personal, wenn diese nicht ausreichen sollten. Unser Akutschmerzdienst unterstützt Sie zusätzlich in komplizierten Fällen.
Mögliche, meist vorübergehende Nebenwirkungen sind: Übelkeit oder Erbrechen, Müdigkeit oder Benommenheit, Halsschmerzen, Zittern oder Kältegefühl. Schwerwiegende Komplikationen sind ausgesprochen selten.
Nach ambulanten Eingriffen dürfen Sie in Abhängigkeit von Ihren Vorerkrankungen in der Regel nach Hause – allerdings nicht alleine und erst einige Zeit nach dem Eingriff. Sie sind für einige Stunden nicht verkehrstüchtig und sollten von einer Begleitperson abgeholt werden.
Das ist individuell unterschiedlich. Viele Patientinnen und Patienten fühlen sich nach wenigen Stunden wieder deutlich besser, dennoch sollten Sie sich am Tag der Operation schonen.
Organisation & Termine
Das Aufklärungsgespräch erfolgt in der Regel einige Tage vor der Operation oder – bei kleineren Eingriffen – am selben Tag. Den genauen Termin erhalten Sie rechtzeitig von uns.
Das hängt vom Eingriff ab. Bei planbaren Operationen erfolgt das Gespräch häufig vorab ambulant. Bei kleineren oder kurzfristigen Eingriffen kann es auch am Operationstag stattfinden.
Bei Fragen zur Anästhesie oder zu Ihrer Vorbereitung können Sie sich zu den Sprechzeiten an die Fachabteilung wenden. Die Kontaktdaten erhalten Sie mit Ihren Terminunterlagen.
Bitte informieren Sie uns so früh wie möglich, wenn Sie z.B. erkältet sind oder Ihren Termin nicht wahrnehmen können. Gemeinsam klären wir, ob die Operation verschoben werden sollte.
Am Tag der Operation melden Sie sich wie vereinbart in der Patientenaufnahme oder auf der Station. Von dort aus werden Sie auf den Eingriff vorbereitet und in den OP-Bereich begleitet.
Das hängt vom Eingriff und Ihrem Gesundheitszustand ab. Viele Operationen erfolgen heute ambulant oder mit kurzem stationären Aufenthalt. Sie werden individuell darüber informiert.
Sicherheit & Qualität
Ihre Sicherheit hat höchste Priorität. Während der gesamten Anästhesie werden Ihre Vitalfunktionen kontinuierlich überwacht, darunter: Herzfrequenz und Blutdruck, Sauerstoffgehalt im Blut, Atmung. Das Anästhesieteam ist jederzeit bei Ihnen und kann sofort reagieren.
Die Anästhesie wird von speziell ausgebildeten Fachärzt*innen für Anästhesiologie sowie erfahrenen, speziell ausgebildeten Pflegekräften durchgeführt. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sichern eine Behandlung auf aktuellem medizinischen Stand.
Risiken werden im Vorfeld sorgfältig erfasst und individuell bewertet. Während und nach der Operation wird Ihr Zustand engmaschig überwacht, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Die Qualität wird unter anderem durch verschiedene Maßnahmen gesichert: Einhaltung medizinischer Leitlinien, regelmäßige Qualitätskontrollen, strukturierte Abläufe und Standards, kontinuierliche Schulungen des Personals.
Kontakt
Sekretariat Chefarzt Prof. Dr. Witt

Ewelina Jäkel
Tel.: 0511 950-2401
E-Mail: anaesthesie[at]vinzenzkrankenhaus.de
Sei erreichen uns telefonisch werktags in der Zeit von 9 - 13 Uhr. Nutzen Sie alternativ gern unser Kontaktformular oder schreiben uns eine E-Mail.
In dringenden Fällen fragen Sie unter folgender Nummer nach unserem Anästhesiedienst.
0511 950-0
